Google beschreibt die Suche als Abfolge von drei Schritten: Crawling (das Abrufen von Seiten), Indexierung (das Verstehen und Speichern der Inhalte) und Ausspielung (die Auswahl für eine konkrete Suchanfrage). Nicht jede Seite durchläuft alle drei Schritte – und wer an einer frühen Stelle scheitert, kommt gar nicht erst in die Auswahl (Google Search Central: So funktioniert die Google-Suche). Die zehn Kriterien dieses Bereichs prüfen, ob Ihre Website diese Schritte zuverlässig durchlaufen kann und ob sie sich in den Suchergebnissen verständlich präsentiert.
Auf einen Blick
- Geprüft werden Erreichbarkeit, Crawling-Regeln, Indexierbarkeit, Sichtbarkeit bei Marken- und Leistungssuchen, Titel und Überschriften, strukturierte Daten, interne Verlinkung, Bilder sowie lokale und mehrsprachige Signale.
- Dieselben Grundlagen gelten für KI-Funktionen der Google-Suche wie AI Overviews und AI Mode: Eine Seite muss indexiert und mit Snippet ausspielbar sein (Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website).
- Die Prüfung arbeitet mit einer Stichprobe aus wichtigen Seitentypen und datierten Suchanfragen. Den vollständigen Indexstatus kennt nur die Google Search Console.
- Ein gutes Ergebnis ist keine Ranking-Garantie – es beseitigt Hindernisse, die ein gutes Ranking verhindern würden.
Warum Auffindbarkeit die Grundlage ist
Google formuliert nur wenige technische Mindestanforderungen: Der Googlebot darf nicht blockiert sein, die Seite muss funktionieren – also mit dem HTTP-Statuscode 200 antworten – und sie muss indexierbare Inhalte enthalten. Selbst wer all das erfüllt, hat laut Google keine Garantie auf Indexierung (Google Search Central: Technische Anforderungen). Umgekehrt gilt: Wer eine dieser Anforderungen verfehlt, ist für die betroffene Seite praktisch unsichtbar, ganz gleich, wie gut ihr Inhalt ist.
Seit KI-Systeme Antworten aus Webinhalten zusammenstellen, hat diese Grundlage zusätzliches Gewicht bekommen. Google stützt AI Overviews und AI Mode auf seinen Suchindex und nennt ausdrücklich, dass das Crawling nicht nur in der robots.txt, sondern auch durch CDN- und Hosting-Infrastruktur erlaubt sein sollte (Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website). Andere KI-Anbieter betreiben eigene Crawler mit eigenen Regeln; wie sie arbeiten, erklärt der Beitrag KI-Crawler und KI-Agenten.
Prüfkriterien im Detail
Öffentliche Erreichbarkeit
Worum es geht. Geprüft wird, ob die öffentliche Adresse Ihrer Website eine funktionierende Seite ausliefert, welchen Statuscode der Server sendet und wohin Weiterleitungen führen. Dazu gehören auch die üblichen Varianten einer Adresse – mit und ohne „www“, über HTTP und HTTPS.
Warum das wichtig ist. Eine nicht erreichbare Seite ist für alle verloren: für Besucher, für Suchmaschinen und für KI-Systeme. Google nennt eine funktionierende Seite mit HTTP-200-Antwort als eine der drei technischen Mindestvoraussetzungen für die Indexierung (Google Search Central: Technische Anforderungen). Auch Weiterleitungen haben Gewicht: Jede zusätzliche Station kostet Ladezeit, und widersprüchliche Ziele erschweren es Suchmaschinen, die bevorzugte Version einer Seite zu bestimmen.
So prüfen wir. Die angegebene Adresse wird öffentlich abgerufen; Statuscode, Weiterleitungskette und finale Zieladresse werden dokumentiert. Zusätzlich werden die gängigen Adressvarianten aufgerufen, um zu sehen, ob alle auf dieselbe bevorzugte Version führen.
Typische Befunde.
- Weiterleitungsketten über mehrere Stationen, etwa von HTTP auf HTTPS, dann auf „www“ und schließlich auf eine Sprachversion.
- Varianten, die auf unterschiedliche Ziele führen oder eine Zertifikatswarnung auslösen.
- Fehlerseiten, die dennoch mit Status 200 antworten und so für Suchmaschinen wie gewöhnliche Inhalte aussehen.
Was Sie tun können. Legen Sie eine bevorzugte Adressvariante fest und leiten Sie alle anderen direkt – in einem Schritt und dauerhaft (Status 301) – dorthin weiter. Nicht mehr existierende Seiten sollten mit 404 oder 410 antworten oder, wenn es einen sinnvollen Nachfolger gibt, gezielt auf diesen weiterleiten. Eine einfache Überwachung der Erreichbarkeit meldet Ausfälle, bevor Kunden sie bemerken.
Grenzen der Aussage. Ein Abruf ist eine Momentaufnahme. Er belegt weder, dass eine Seite indexiert ist, noch, dass sie jederzeit erreichbar ist. Firewalls können Suchmaschinen-Crawler zudem anders behandeln als einen externen Prüfabruf.
robots.txt & Sitemap
Worum es geht. Die robots.txt teilt Crawlern mit, welche Bereiche einer Website sie abrufen dürfen. Die XML-Sitemap listet die Seiten auf, die gefunden werden sollen. Geprüft wird, ob beide Dateien öffentlich abrufbar sind, ob die Regeln plausibel sind und ob sich Sperren und Sitemap widersprechen.
Warum das wichtig ist. Die robots.txt ist seit 2022 im IETF-Standard RFC 9309 beschrieben. Sie steuert das Crawling – nicht aber zuverlässig, ob eine Adresse in den Suchergebnissen erscheint: Eine gesperrte URL kann Google trotzdem kennen und ohne Beschreibung anzeigen, etwa wenn andere Seiten auf sie verlinken (Google Search Central: Einführung in robots.txt). Google wertet in der robots.txt nur die Felder user-agent, allow, disallow und sitemap aus; andere Angaben ignoriert die Google-Suche. Liefert der Server beim Abruf der robots.txt einen Serverfehler, stellt Google das Crawling der Website zunächst ein und greift bei anhaltenden Fehlern auf die zuletzt gültige Fassung zurück (Google: So interpretiert Google die robots.txt-Spezifikation).
Eine Sitemap ist laut Google besonders hilfreich für große Websites, für neue Websites mit wenigen externen Verweisen und für Websites mit vielen Bildern oder Videos. Sie ist ein Hinweis, keine Garantie dafür, dass alle aufgeführten Seiten gecrawlt oder indexiert werden (Google Search Central: Sitemaps).
Heute regelt dieselbe Datei auch den Zugriff von KI-Systemen. OpenAI, Anthropic, Perplexity, Apple, Meta und andere verwenden eigene Kennungen, oft getrennt nach Training, Suche und Abrufen auf Nutzeranfrage. Eine pauschale Regel für alle Crawler trifft deshalb auch die Crawler, die für Quellenangaben in KI-Antworten sorgen. Wichtig zu wissen: Ein Crawler, für den eine eigene Gruppe in der robots.txt existiert, befolgt nur diese Gruppe und nicht zusätzlich die allgemeinen Regeln unter User-agent: * (RFC 9309).
So prüfen wir. Die robots.txt und die angegebenen Sitemaps werden abgerufen. Ausgewertet werden Erreichbarkeit, Gruppen und Regeln, die Plausibilität der Sitemap-Einträge und mögliche Widersprüche – etwa Seiten, die in der Sitemap stehen, aber für das Crawling gesperrt sind.
Typische Befunde.
- Eine aus der Entwicklungsumgebung übernommene Regel
Disallow: /, die die gesamte Website sperrt. - Gesperrte CSS- oder JavaScript-Dateien, die Suchmaschinen zum Darstellen der Seite benötigen.
- Sitemaps mit weitergeleiteten, gelöschten oder auf „noindex“ gesetzten Adressen.
- Eine fehlende Sitemap-Angabe in der robots.txt oder eine Sitemap, die seit Jahren nicht aktualisiert wurde.
Was Sie tun können. Halten Sie die Regeln so knapp wie möglich und dokumentieren Sie, warum ein Bereich gesperrt ist. Nehmen Sie in die Sitemap nur kanonische Seiten auf, die mit Status 200 antworten und indexiert werden sollen, verweisen Sie in der robots.txt auf die Sitemap und reichen Sie sie zusätzlich in der Google Search Console ein. Schützen Sie vertrauliche Bereiche nicht über die robots.txt – die Datei ist öffentlich lesbar –, sondern über eine Anmeldung oder eine noindex-Angabe.
Grenzen der Aussage. Vorhandene Dateien belegen weder eine vollständige Abdeckung noch, dass Google oder ein KI-System jede aufgeführte Seite crawlt. Ob eine Firewall bestimmte Crawler trotz erlaubender robots.txt blockiert, ist von außen nicht sicher feststellbar.
Indexierbarkeit & Canonicals
Worum es geht. Geprüft wird, ob ausgewählte Seiten indexiert werden dürfen und welche Adresse als bevorzugte Version angegeben ist. Dazu gehören die Robots-Angaben im HTML und im HTTP-Header (noindex), Canonical-Angaben (rel="canonical") und das Zusammenspiel mit Weiterleitungen.
Warum das wichtig ist. Oft ist derselbe Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar – mit Filterparametern, mit und ohne abschließenden Schrägstrich oder in mehreren Varianten. Google wählt dann eine kanonische Version aus; Canonical-Angaben, Weiterleitungen und Sitemaps sind dafür Hinweise, keine verbindlichen Anweisungen (Google Search Central: Kanonisierung). Eine noindex-Angabe entfernt eine Seite aus den Suchergebnissen – wirkt aber nur, wenn die Seite gecrawlt werden darf. Ist sie zusätzlich per robots.txt gesperrt, sieht Google die Anweisung nicht (Google Search Central: Robots-Meta-Tag und X-Robots-Tag).
So prüfen wir. In einer Stichprobe wichtiger Seitentypen werden Robots-Angaben, Canonical-Ziele und Weiterleitungen gemeinsam betrachtet. Entscheidend ist, ob alle Signale auf dasselbe, gewünschte Ziel zeigen.
Typische Befunde.
- Eine nach dem Relaunch versehentlich beibehaltene
noindex-Angabe in einer Seitenvorlage. - Canonical-Angaben, die auf weitergeleitete, nicht erreichbare oder anderssprachige Seiten zeigen.
- Widersprüchliche Signale: Die Sitemap nennt eine Adresse, das Canonical eine andere, interne Links eine dritte.
Was Sie tun können. Setzen Sie auf indexierbaren Seiten ein eindeutiges, in der Regel auf sich selbst verweisendes Canonical. Verlinken Sie intern immer die bevorzugte Adresse und nehmen Sie nur diese in die Sitemap auf. Prüfen Sie wichtige Seiten mit dem URL-Prüftool der Google Search Console: Es zeigt, welche Version Google als kanonisch gewählt hat.
Grenzen der Aussage. Eine Stichprobe zeigt nicht den vollständigen Indexstatus einer Domain. Welche Seiten tatsächlich im Google-Index sind, lässt sich nur mit Search-Console-Daten belegen.
Brand-Sichtbarkeit
Worum es geht. Erfasst wird, ob Ihre offizielle Website bei einer Suche nach Ihrem Unternehmens- oder Markennamen erscheint und wie das Ergebnis aussieht: Titel, Beschreibung und ob es eindeutig als offizieller Auftritt erkennbar ist.
Warum das wichtig ist. Wer Ihren Namen bereits kennt – aus einer Empfehlung, von einem Schild oder aus einer Anzeige –, sucht meist gezielt danach. Erscheint dann zuerst ein Verzeichniseintrag, ein veraltetes Profil oder ein ähnlich benanntes Unternehmen, geht ein bereits gewonnener Kontakt verloren. Google empfiehlt, die offiziellen Unternehmensangaben über die eigene Website und das Unternehmensprofil festzulegen Google Search Central: Unternehmensdetails; Organisations-Markup kann helfen, die eigene Organisation von anderen zu unterscheiden (Google Search Central: Organization).
So prüfen wir. Eine datierte Markensuche wird mit dokumentierter Schreibweise, Datum und sichtbarem Ergebnis festgehalten.
Typische Befunde.
- Bewertungsportale oder Branchenverzeichnisse erscheinen vor der eigenen Website.
- Der Seitentitel der Startseite nennt den Markennamen nicht oder nur in abweichender Schreibweise.
- Alte Domains oder frühere Firmennamen sind noch sichtbar.
Was Sie tun können. Nennen Sie Ihren Namen in derselben Schreibweise im Seitentitel, in der Hauptüberschrift und in den strukturierten Daten der Startseite. Halten Sie das Google-Unternehmensprofil und weitere öffentliche Profile konsistent. Die Google Search Console zeigt, für welche Markensuchen Ihre Seiten erscheinen und wie oft sie angeklickt werden (Google: Leistungsbericht der Search Console); Zugriffe aus AI Overviews und AI Mode sind dort im Suchtyp „Web“ enthalten (Google Search Central: KI-Funktionen).
Grenzen der Aussage. Ein einzelner Suchlauf hängt von Ort, Gerät, Zeitpunkt und Suchanbieter ab. Er belegt keine dauerhafte Sichtbarkeit und keinen Marktanteil.
Non-Brand-Sichtbarkeit
Worum es geht. Untersucht wird die Sichtbarkeit bei mindestens drei Suchanfragen, die nicht Ihren Namen enthalten, sondern zu Ihrem Angebot und Markt passen – etwa eine Leistung in Verbindung mit einem Ort oder eine typische Problemfrage.
Warum das wichtig ist. Neue Kundinnen und Kunden kennen Ihren Namen noch nicht. Sie suchen nach dem, was sie brauchen. Ob eine Website bei solchen Bedarfssuchen auftaucht, entscheidet darüber, ob sie neue Menschen erreicht oder nur bestehende Kontakte bedient. Google empfiehlt dafür hilfreiche, verlässliche Inhalte, die für Menschen geschrieben sind, und warnt davor, massenhaft Seiten nur zur Beeinflussung von Rankings zu erstellen (Google Search Central: Hilfreiche Inhalte, Google Search Central: Leitfaden zu generativen KI-Funktionen).
So prüfen wir. Vorab werden passende Suchintentionen und konkrete Suchanfragen festgelegt. Für jede Anfrage werden Datum und sichtbare Ergebnisse dokumentiert. Anschließend wird unterschieden, ob eine passende Seite fehlt oder ob eine vorhandene Seite nur schwächer positioniert ist.
Typische Befunde.
- Für eine zentrale Leistung existiert keine eigene Seite; sie wird nur in einer Aufzählung erwähnt.
- Mehrere Seiten behandeln dasselbe Thema und konkurrieren miteinander.
- Texte sind allgemein formuliert und beantworten die eigentliche Frage nicht.
Was Sie tun können. Schaffen Sie für jede klar abgegrenzte Leistung oder Kundenfrage eine eigenständige Seite, die das Thema vollständig und verständlich behandelt. Vermeiden Sie Texte, die nur Suchbegriffe wiederholen. Prüfen Sie in der Search Console, für welche Anfragen Ihre Seiten bereits Impressionen erhalten – dort liegen oft die schnellsten Verbesserungen.
Grenzen der Aussage. Drei Suchanfragen sind eine Startstichprobe, keine Keyword-Recherche. Sie sagen allein nichts über Klicks, Anfragen oder Umsatz aus; Positionen schwanken je nach Kontext.
Titles, Metas & Überschriften
Worum es geht. Bewertet werden Seitentitel, Meta-Descriptions und die Überschriftenstruktur ausgewählter Seiten: Sind sie eindeutig, passen sie zum Inhalt und gliedern sie die Seite logisch?
Warum das wichtig ist. Titel und Beschreibung sind oft der erste Kontakt mit Ihrem Angebot – noch bevor jemand die Website betritt. Google bildet den Titel in den Suchergebnissen aus mehreren Quellen, vor allem aus dem title-Element, und erstellt Snippets in erster Linie aus dem Seiteninhalt; die Meta-Description wird genutzt, wenn sie die Seite besser beschreibt (Google Search Central: Title-Links, Google Search Central: Snippets). Eine klare Überschriftenhierarchie hilft Lesern beim Überfliegen und Suchsystemen beim Verständnis der Struktur.
So prüfen wir. Für eine Stichprobe wird geprüft, ob Titel und Beschreibung je Seite eigenständig und präzise sind, ob eine aussagekräftige Hauptüberschrift existiert und ob Zwischenüberschriften den Inhalt sinnvoll gliedern.
Typische Befunde.
- Viele Seiten mit identischem Titel, etwa nur dem Firmennamen.
- Fehlende oder kopierte Meta-Descriptions.
- Überschriften-Tags, die nur zur Formatierung genutzt werden, oder mehrere konkurrierende Hauptüberschriften.
Was Sie tun können. Geben Sie jeder wichtigen Seite einen Titel, der Thema und Nutzen vor dem Markennamen nennt, und eine Beschreibung, die konkret sagt, was die Seite bietet. Verwenden Sie eine Hauptüberschrift je Seite und Zwischenüberschriften für echte inhaltliche Abschnitte.
Grenzen der Aussage. Gute Metadaten garantieren keine Rankings, und Suchmaschinen können Titel und Snippets selbst umformulieren.
Strukturierte Daten
Worum es geht. Strukturierte Daten beschreiben Inhalte in einem standardisierten, maschinenlesbaren Format, meist als JSON-LD nach dem Vokabular von Schema.org – etwa Name, Adresse und Öffnungszeiten eines Unternehmens. Geprüft werden Syntax, passende Typen und die Übereinstimmung mit dem sichtbaren Inhalt.
Warum das wichtig ist. Google nutzt strukturierte Daten, um Inhalte zu verstehen und bestimmte Darstellungen in den Suchergebnissen zu ermöglichen. Die Daten müssen den sichtbaren Seiteninhalt wahrheitsgemäß abbilden; valides Markup garantiert keine erweiterte Darstellung (Google Search Central: Richtlinien für strukturierte Daten). Für AI Overviews und AI Mode ist laut Google kein besonderes Schema erforderlich; für Rich Results bleiben strukturierte Daten nützlich (Google Search Central: Leitfaden zu generativen KI-Funktionen). Welche Formate Google unterstützt, ändert sich: FAQ-Rich-Results zeigt Google seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr an, und in der aktuellen Übersicht der unterstützten strukturierten Daten fehlen FAQ und HowTo (Google Search Central: Neueste Aktualisierungen der Dokumentation, Google Search Central: Unterstützte strukturierte Daten).
So prüfen wir. Untersucht werden eingesetzte Typen, Pflicht- und Formatfehler, der Bezug zur Seite und Widersprüche zwischen Markup und sichtbarem Text.
Typische Befunde.
- Veraltete Öffnungszeiten, Adressen oder Preise im Markup, die nicht mehr zum sichtbaren Text passen.
- Typen, die nicht zum Angebot passen, oder Angaben, die auf der Seite gar nicht sichtbar sind.
- Markup, das erst per JavaScript eingefügt wird und für Crawler ohne JavaScript-Ausführung fehlt.
Was Sie tun können. Setzen Sie wenige, passende Typen ein – etwa Organization oder LocalBusiness, BreadcrumbList und Article – und pflegen Sie sie gemeinsam mit dem sichtbaren Inhalt. Prüfen Sie Änderungen mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google oder dem Schema Markup Validator und liefern Sie das Markup direkt im HTML aus.
Grenzen der Aussage. Valides Markup garantiert weder erweiterte Suchergebnisse noch bessere Positionen. Ob eine Darstellung erscheint, entscheidet die Suchmaschine.
Interne Verlinkung & Informationsarchitektur
Worum es geht. Untersucht wird, wie wichtige Inhalte über Navigation, Textlinks und Breadcrumbs erreichbar sind, wie verständlich Linktexte formuliert sind und ob es Seiten ohne interne Verlinkung gibt.
Warum das wichtig ist. Interne Links erfüllen zwei Aufgaben: Sie führen Menschen zu verwandten Inhalten, und sie zeigen Crawlern den Weg zu weiteren Seiten. Google empfiehlt, jede wichtige Seite von mindestens einer anderen auffindbaren Seite aus zu verlinken, Links als echte <a href>-Elemente umzusetzen und beschreibende Linktexte zu verwenden (Google Search Central: Best Practices für Links).
So prüfen wir. Eine begrenzte Crawl-Stichprobe betrachtet Navigation, Kontextlinks, Breadcrumbs, Linktexte, die Klicktiefe wichtiger Seiten und Muster verwaister Seiten.
Typische Befunde.
- Wichtige Leistungsseiten sind nur über ein aufklappendes Menü oder die interne Suche erreichbar.
- Linktexte wie „hier“ oder „mehr“, die nichts über das Ziel verraten.
- Seiten, auf die keine andere Seite verlinkt und die nur noch in einer alten Sitemap stehen.
Was Sie tun können. Bündeln Sie Themen auf Übersichtsseiten, die auf die Detailseiten verlinken, und verweisen Sie aus Texten heraus auf passende Vertiefungen. Formulieren Sie Linktexte so, dass sie das Ziel benennen, und ergänzen Sie Breadcrumbs auf tieferen Seiten.
Grenzen der Aussage. Ein begrenzter Crawl bildet nicht zwingend die gesamte Verlinkung oder jede dynamisch erzeugte Navigation ab.
Bild-SEO
Worum es geht. Betrachtet werden Alternativtexte, Dateinamen, der umgebende Textkontext und die responsive Auslieferung ausgewählter Bilder.
Warum das wichtig ist. Alternativtexte erfüllen eine doppelte Aufgabe: Screenreader lesen sie Menschen vor, die das Bild nicht sehen, und Google nennt den Alternativtext als wichtigste Angabe, um den Inhalt eines Bildes zu verstehen. Auch aussagekräftige Dateinamen und der Text rund um das Bild helfen. Bilder, die nur als CSS-Hintergrund eingebunden sind, indexiert Google nicht (Google Search Central: Best Practices für Bilder, W3C WAI: Tutorial zu Bildern).
So prüfen wir. Für repräsentative Bilder wird geprüft, ob informative Bilder einen knappen, zweckmäßigen Alternativtext haben, dekorative Bilder korrekt ausgezeichnet sind und Bild und Textkontext zusammenpassen.
Typische Befunde.
- Fehlende Alternativtexte oder Texte, die nur Suchbegriffe aneinanderreihen.
- Dateinamen wie „IMG_4711.jpg“.
- Wichtige Inhalte – etwa ein Teamfoto oder ein Referenzprojekt – nur als Hintergrundbild eingebunden.
Was Sie tun können. Beschreiben Sie im Alternativtext, welche Information das Bild vermittelt, nicht jedes Detail. Verwenden Sie sprechende Dateinamen, passende Bildgrößen und responsive Varianten. Binden Sie inhaltlich wichtige Bilder als echtes img-Element ein.
Grenzen der Aussage. Eine Stichprobe belegt weder die Qualität aller Alternativtexte noch Sichtbarkeit in der Bildersuche.
Lokale / mehrsprachige Signale
Worum es geht. Sofern für Ihr Unternehmen relevant, werden lokale Angaben (Name, Adresse, Telefon, Einzugsgebiet) und mehrsprachige Signale geprüft: Sprachkennzeichnung, Sprachversionen und deren gegenseitige Verknüpfung.
Warum das wichtig ist. Für lokale Anbieter entscheidet die Region oft über die Relevanz – eine Praxis in Steglitz ist für eine Suche in Spandau nur bedingt passend. Für mehrsprachige Websites empfiehlt Google eigene Adressen je Sprachversion, gegenseitige hreflang-Verweise und rät davon ab, Besucher automatisch anhand der vermuteten Sprache umzuleiten, weil Crawler dann nicht alle Versionen finden (Google Search Central: Mehrsprachige und mehrregionale Websites).
So prüfen wir. Zuerst wird geklärt, ob das Kriterium anwendbar ist. Danach werden Orts- und Kontaktangaben sowie bei mehrsprachigen Seiten Sprachkennzeichnung und alternative Sprachverweise stichprobenartig verglichen.
Typische Befunde.
- Abweichende Adressen oder Telefonnummern zwischen Kontaktseite, Impressum und Unternehmensprofil.
hreflang-Angaben ohne Rückverweis oder mit falschen Sprachcodes.- Ein Sprachwechsel, der nur über ein Cookie oder JavaScript funktioniert und keine eigene Adresse hat.
Was Sie tun können. Halten Sie Unternehmensangaben überall identisch. Geben Sie jeder Sprachversion eine eigene Adresse, verknüpfen Sie die Versionen gegenseitig und bieten Sie einen sichtbaren Sprachwechsel an, statt automatisch umzuleiten.
Grenzen der Aussage. Solche Signale garantieren weder lokale Rankings noch erfolgreiches internationales Targeting. Ist das Kriterium für Ihr Unternehmen nicht relevant, wird es als „nicht anwendbar“ geführt, nicht als Mangel.
Quellen
Die Aussagen auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Quellen, geordnet nach Herausgeber. Angaben von Anbietern beschreiben, was ein Unternehmen über sein eigenes System sagt; sie sind dafür die maßgebliche Quelle und können sich jederzeit ändern. Bei Gesetzen, Standards und technischen Referenzen nennen wir die geltende Fassung.
- Google beschreibt in Search Central, wie die Suche crawlt, indexiert und Ergebnisse ausspielt, welche technischen Mindestanforderungen gelten und wie robots.txt, Sitemaps, Kanonisierung, Snippets, strukturierte Daten und KI-Funktionen zusammenhängen.
- Umfassender Leitfaden zur Funktionsweise der Google Suche
- AI features and your website
- Google Search technical requirements
- Einführung zu robots.txt-Dateien
- Wie Google die robots.txt-Spezifikation interpretiert
- Allgemeine Informationen zu Sitemaps
- Was ist Kanonisierung?
- Spezifikationen für Robots-meta-Tag, data-nosnippet und X-Robots-Tag
- Establish your business details with Google
- Organization structured data
- Search Console: Performance report (Search results)
- Creating helpful, reliable, people-first content
- Google's Guide to Optimizing for Generative AI Features on Google Search
- Titellinks in Suchergebnissen beeinflussen
- Snippets in Suchergebnissen verwalten
- General structured data guidelines
- Latest Google Search Documentation Updates
- Markup für strukturierte Daten, das von der Google Suche unterstützt wird
- Link-Best-Practices für Google
- Best Practices für die Suchmaschinenoptimierung für Google Bilder
- Multiregionale und mehrsprachige Websites verwalten
- Ask Google to recrawl your URLs
- List of Google's common crawlers (u. a. Google-Extended)
- W3C
- Die Web Accessibility Initiative erklärt, wie Alternativtexte für Bilder zu formulieren sind.
- IETF
- Der IETF-Standard zur robots.txt (RFC 9309) legt fest, wie Crawler Regeln auswerten – und dass die Datei keine Zugriffskontrolle ist.